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Ferdinand Gregorovius: Höllenbriefe
Konrad Siebenhorn’s Höllenbriefe
an seine lieben Freunde in Deutschland


Paperback, 136 Seiten, 12 Euro
ISBN 978-3-941513-18-1

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… dort sitzen Generäle mit langohrigen Hasenköpfen; bald sieht man einen Ritter mit Ochsenhörnern, bald einen Professor mit einem Eulenkopf, bald einen Geheimsekretair mit einer Fuchsschnauze: hier bekommt ein Criminalrath ein Wolfsgebiß, dort schnattern Virilstimmen mit großen Gänseschnäbeln, hier Bankodirektoren mit Fischköpfen, hier Journalisten und Schriftsteller mit Bärenschnauzen und gewaltige Maulkörbe davor, da ein Regierungskommissarius mit langem Kameelshals, da ein Kammerherr einen Schweinerüssel im Gesicht, da ein Minister mit einer Meerkatzenfratze, Alles durcheinander, Rindköpfe, Ziegenbocks-Gesichter, Hyänen, Tieger, Fledermäuse, Froschköpfe, Nashörner, Iltisgesichter, Storchschnäbel, alle schreien, quiken, quarren, brüllen, pfeifen, heulen, bellen, singen, brummen, grunzen, schnattern, blöcken:

Ferdinand Gregorovius (1821–1891), Historiker der Städte Rom und Athen im Mittelalter, gelehrter Wanderer durch Korsika, Italien, Griechenland und Palästina, subtiler Dichter und ironischer Chronist historischer und zeitgenössischer Zeiten und Räume, hat als junger Mann ein satanisch lautes, wildes Buch mit vielen Ausrufezeichen geschrieben, in dem – realitätsorientiert*) – vor Rohheit und Obszönität nicht zurückgeschreckt und rotzfrech gelästert wird: »Die schönsten sind die sogenannten blauen Wunder!«

*) Paßt auch für unsere Welt. Anm. d. Herausg.

Leseprobe
Die Ankunft in der Hölle und der erste Empfang beim Satan, Seiten 11–26 (PDF, 83 KB)
Der Pianist – Höllischer Starkult, Seiten 41–54 (PDF, 82 KB)