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Ludwig Tieck: Der funfzehnte November. Der Alte vom Berge.
Ludwig Tieck
Der funfzehnte November. Der Alte vom Berge.
Zwei Novellen
Paperback, 196 Seiten, 16,00 Euro
ISBN 978-3-941513-22-8

… die ganze Gegend hier, meilenweit umher, raucht, dampft, klappert, pocht, man schaufelt, webt, gräbt, bricht auf, wüthet mit Wasser und Feuer bis in die Eingeweide, kein Wald wird verschont, Glashütten, Alaunwerke, Kupfergruben, Leinwandbleichen und Spinnmaschinen, seht, das muß Unglück oder Glück dem bringen, der die Wirthschaft und den Spektakel anrichtet, ruhig kann es nicht abgehn.

Eine Überschwemmungskatastrophe in den Niederlanden und die uneinsichtige Ausbeutung natürlicher Ressourcen im Bergbau sind die Themen der beiden selten neu aufgelegten Novellen »Der funfzehnte November« und »Der Alte vom Berge«. Tieck versteht es, das prekäre Verhältnis des Menschen zur Natur und die durch ihn verschuldete Zerstörung – auch seiner selbst – dialektisch aufeinander zu beziehen. Seine dichterische Position zu Problemen seiner (und unserer) Zeit oszilliert zwischen poetischer Magie und zynischer Spottlust, Übermut und Analyse, Religiosität und tiefer Skepsis.

Ludwig Tieck (1773–1853) – von Friedrich Hebbel zum »König der Romantik« erklärt – ist ein vielfältiger, auch unbequemer Zauberer: »das Gute nur ist das wahre Böse«.

Leseprobe
»Das arme Unkraut«, Seite 5–17 (PDF, 64 KB)